De-Mail – Definition und Bedeutung

Was ist De-Mail? De-Mail ist ein sicherer Kommunikationsdienst, der 2012 auf Basis des De-Mail-Gesetzes eingeführt wurde und eine vertrauliche sowie nachweisbare …

Key Facts

KategorieSicherheit
Erstveröffentlichung/Ursprung2012, basierend auf dem De-Mail-Gesetz
Typische VerwendungVerbindlicher Versand elektronischer Dokumente zwischen Privatpersonen, Unternehmen und Behörden
Verwandte BegriffeE-Mail, sichere Kommunikation, digitale Identität
SchwierigkeitsgradMittel
Lizenz/HerstellerBSI, akkreditierte Diensteanbieter

Ausführliche Erklärung

Gesetzliche Grundlage und Zweck von De-Mail

De-Mail wurde im Jahr 2012 auf Basis des De-Mail-Gesetzes eingeführt. Gemäß § 1 Abs. 1 des Gesetzes dient De-Mail der sicheren, vertraulichen und nachweisbaren Kommunikation im Internet. Der Ansatz ist vergleichbar mit einem Einschreiben, wodurch die rechtlichen Anforderungen an die Übermittlung von sensiblen Informationen erfüllt werden können. De-Mail soll insbesondere die Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden erleichtern und sicherer gestalten.

Akkreditierte Diensteanbieter und Sicherheitsstandards

Die Einführung von De-Mail erforderte die Akkreditierung von Dienstanbietern, die die technischen und rechtlichen Anforderungen erfüllen. Im Jahr 2012 akkreditierte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die ersten drei Anbieter: Mentana-Claimsoft, T-Systems und die Telekom. Im März 2013 folgte die United Internet AG, die De-Mail-Dienste für ihre Plattformen GMX und Web.de anbot. Diese Anbieter müssen eine ISO 27001-Zertifizierung nachweisen, die auf dem IT-Grundschutz basiert, ergänzt durch spezifische Vorgaben für De-Mail (TR 01201). Das erste Zertifikat wurde im Dezember 2011 an Mentana-Claimsoft vergeben.

Technische Funktionsweise von De-Mail

Die technische Funktionsweise von De-Mail ist auf hohe Sicherheit und Vertraulichkeit ausgelegt. Der Nachrichteninhalt wird auf der Seite des Anbieters integritätsgesichert und für den Empfängeranbieter verschlüsselt. Bei Empfang wird die Nachricht dort entschlüsselt, geprüft und erneut verschlüsselt übermittelt. Dieses Verfahren minimiert das Risiko von Manipulationen und gewährleistet die Vertraulichkeit der Kommunikation.

Zusätzlich wurde im April 2015 die Möglichkeit eingeführt, De-Mails mittels des Mailvelope-Plugins nach dem PGP-Verfahren Ende-zu-Ende zu verschlüsseln. Diese Funktion bietet eine zusätzliche Sicherheitsschicht über der standardmäßigen Anbieter-zu-Anbieter-Verschlüsselung und ermöglicht es den Nutzern, die Vertraulichkeit ihrer Nachrichten weiter zu erhöhen.

Identitätsnachweis und Nutzung von De-Mail

Ein zentrales Merkmal von De-Mail ist der eindeutige und nicht fälschbare Nachweis der Identitäten von Absender und Adressat. Diese Eigenschaft stellt sicher, dass die Kommunikationspartner verifiziert sind, was bei herkömmlichen E-Mail-Diensten nicht in gleichem Maße gewährleistet ist. Diese Funktion ist besonders wichtig für die Übermittlung vertraulicher Informationen oder die Durchführung rechtlich relevanter Geschäftsprozesse.

Aktuell wird De-Mail primär für den verbindlichen Versand elektronischer Dokumente zwischen Privatpersonen, Unternehmen und Behörden genutzt. Damit ersetzt De-Mail physische Briefe und kombiniert die Geschwindigkeit von E-Mails mit der Sicherheit eines Briefes. Diese Kombination ermöglicht eine effiziente und sichere Kommunikation, die in vielen Bereichen von zunehmender Bedeutung ist.

Zugangsportal und Marktposition

Für die Nutzung von De-Mail gibt es ein offizielles Portal unter www.de-mail.de, welches aktuelle Informationen und Nutzungsmöglichkeiten für die Kommunikation mit Behörden und Unternehmen bereitstellt. Nutzer können sich dort über die Angebote der akkreditierten Dienstanbieter informieren und sich über die rechtlichen Rahmenbedingungen der De-Mail-Nutzung erkundigen.

Trotz der hohen Sicherheitsanforderungen und der Akkreditierung durch das BSI bleibt De-Mail im Vergleich zu herkömmlichen E-Mail-Diensten ein Nischenprodukt. Es wird hauptsächlich für behördliche und geschäftliche Vertraulichkeit eingesetzt. Während Standard-E-Mail-Dienste wie mail.de seit 2011 eine breitere Nutzerbasis ansprechen, bleibt De-Mail aufgrund seiner spezifischen Sicherheits- und Identitätsanforderungen auf bestimmte Anwendungsfälle beschränkt.

Typische Einsatzgebiete

  • Versand von rechtsverbindlichen Dokumenten
  • Kommunikation mit Behörden

Vorteile

  • Hohe Sicherheitsstandards durch ISO 27001-Zertifizierung
  • Eindeutiger Identitätsnachweis von Absender und Empfänger

Nachteile

  • Nischenprodukt im Vergleich zu Standard-E-Mail-Diensten
  • Weniger verbreitet und genutzt als herkömmliche E-Mail-Dienste

Praxisbeispiel

Ein Beispiel für die Nutzung von De-Mail wäre der Versand einer Steuererklärung an das Finanzamt, bei dem die Identität des Absenders und die Integrität der Nachricht gewährleistet sind.

Voraussetzungen

  • Zugang zu einem akkreditierten De-Mail-Anbieter
  • Verständnis für sichere Kommunikation

Typische Tools

  • Mailvelope-Plugin – zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von De-Mails

Häufige Fehler

  • Nicht alle Anbieter unterstützen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Unzureichende Identitätsprüfung vor Nutzung

Best Practices

  • Verwendung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei sensiblen Daten
  • Regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsstandards des Anbieters

Vergleich mit ähnlichen Technologien

TechnologieUnterschied
E-MailDe-Mail bietet einen höheren Sicherheitsstandard und einen eindeutigen Identitätsnachweis, während E-Mail keine solche Vertraulichkeit garantiert.

Lernpfad

  1. Vertrautheit mit De-Mail – Verstehen der gesetzlichen Grundlagen und der Funktionsweise von De-Mail.
  2. Sicherheitsstandards – Erlernen der Sicherheitsanforderungen und Zertifizierungen, die für De-Mail-Dienste erforderlich sind.
  3. Anbieter und Markt – Analyse der akkreditierten Anbieter und deren Marktposition im Vergleich zu herkömmlichen E-Mail-Diensten.

Zertifizierungen

  • ISO 27001 (International Organization for Standardization)

Aktuelle Nachfrage am Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach De-Mail-Diensten bleibt im deutschen IT-Arbeitsmarkt stabil, insbesondere im Bereich der sicheren Kommunikation für Behörden und Unternehmen. Fachkräfte, die sich mit den spezifischen Sicherheitsanforderungen und der Implementierung von De-Mail auskennen, sind gefragt.

Typische Berufe

  • IT-Sicherheitsbeauftragter
  • Compliance-Manager
  • E-Mail-Architekt

Gehaltsbereich

ca. 50.000 – 80.000 € brutto pro Jahr (Deutschland). Gehälter variieren je nach Erfahrung und Region.

Passende Jobs

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Häufig gestellte Fragen

De-Mail ist ein Kommunikationsdienst, der 2012 auf Basis des De-Mail-Gesetzes eingeführt wurde. Er ermöglicht eine sichere, vertrauliche und nachweisbare Kommunikation im Internet, ähnlich einem Einschreiben. De-Mail wird vor allem für den verbindlichen Versand elektronischer Dokumente zwischen Privatpersonen, Unternehmen und Behörden genutzt und ersetzt die Notwendigkeit physischer Briefe durch die Kombination von E-Mail-Geschwindigkeit und der Sicherheit eines Briefes.

De-Mail funktioniert durch eine spezielle technische Infrastruktur, die sicherstellt, dass der Nachrichteninhalt integritätsgesichert und verschlüsselt übertragen wird. Der Absender sendet eine Nachricht, die auf Anbieterseite verschlüsselt und für den Empfängeranbieter gesichert wird. Dort wird die Nachricht entschlüsselt, geprüft und erneut verschlüsselt, bevor sie an den Empfänger übertragen wird. Diese Methode verhindert Manipulationen und gewährleistet die Vertraulichkeit.

De-Mail wird hauptsächlich für den sicheren und verbindlichen Versand von elektronischen Dokumenten eingesetzt. Dies umfasst die Kommunikation zwischen Privatpersonen, Unternehmen und Behörden. Die Nutzung von De-Mail ermöglicht eine rechtssichere Übertragung von Informationen, die in vielen Fällen die traditionelle Post ersetzt, insbesondere wenn es um vertrauliche oder wichtige Dokumente geht.

Die Vorteile von De-Mail liegen in der hohen Sicherheit und Vertraulichkeit der Kommunikation. Der eindeutige Identitätsnachweis von Absender und Empfänger stellt sicher, dass die Kommunikation nicht manipuliert werden kann. Zudem bietet De-Mail eine rechtssichere Alternative zur herkömmlichen E-Mail und ermöglicht eine schnellere Zustellung, wodurch der Versand physischer Briefe überflüssig wird.

Ein Nachteil von De-Mail ist, dass es sich um ein Nischenprodukt handelt, das im Vergleich zu herkömmlichen E-Mail-Diensten weniger verbreitet ist. Dies kann zu Einschränkungen in der Kommunikation führen, da nicht alle Nutzer über De-Mail verfügen. Zudem sind die hohen Sicherheitsanforderungen und die notwendigen Zertifizierungen für Anbieter eine Hürde, die den Zugang zu De-Mail erschweren können.

Der Hauptunterschied zwischen De-Mail und herkömmlicher E-Mail liegt in der Sicherheit und dem Identitätsnachweis. De-Mail bietet eine rechtssichere, nachweisbare Kommunikation mit einem eindeutigen Identitätsnachweis für Absender und Empfänger, während herkömmliche E-Mails anfällig für Manipulation und Identitätsdiebstahl sind. Zudem ist De-Mail für den verbindlichen Versand elektronischer Dokumente konzipiert.

Die Akkreditierung von De-Mail-Anbietern erfolgt durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Anbieter müssen strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen, einschließlich einer ISO 27001-Zertifizierung auf Basis des IT-Grundschutzes. Die ersten akkreditierten Anbieter wurden 2012 auf der Cebit bekannt gegeben, und seitdem sind weitere Anbieter hinzugekommen, die ebenfalls diese Anforderungen erfüllen.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in De-Mail bedeutet, dass die Nachrichteninhalte vom Absender bis zum Empfänger durchgehend verschlüsselt sind. Diese zusätzliche Sicherheitsschicht wird seit April 2015 durch das Mailvelope-Plugin ermöglicht, das das PGP-Verfahren nutzt. Dadurch wird sichergestellt, dass nur der Absender und der Empfänger die Inhalte lesen können, was den Schutz vor unbefugtem Zugriff erhöht.

Die Identität in De-Mail wird durch einen eindeutigen und fälschungssicheren Nachweis gewährleistet, der bei der Registrierung und Nutzung des Dienstes erfolgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen E-Mails, bei denen die Identität nicht überprüft werden kann, ermöglicht De-Mail einen verlässlichen Nachweis der Identitäten von Absender und Empfänger, was für die rechtliche Verbindlichkeit der Kommunikation entscheidend ist.

Zu den ersten Unternehmen, die De-Mail-Dienste angeboten haben, gehören Mentana-Claimsoft, T-Systems und die Telekom, die 2012 akkreditiert wurden. Im März 2013 folgte die United Internet AG mit ihren Marken GMX und Web.de. Diese Anbieter erfüllen die strengen Sicherheitsanforderungen des BSI, um De-Mail-Dienste anzubieten.

Aktuelle Informationen und Nutzungsmöglichkeiten für De-Mail werden über das offizielle Portal www.de-mail.de bereitgestellt. Dort finden Nutzer umfassende Informationen zur Registrierung, zu den Funktionen und zur Nutzung von De-Mail für die Kommunikation mit Behörden und Unternehmen.

De-Mail gilt als sehr sicher, da es strengen Sicherheitsanforderungen unterliegt und eine ISO 27001-Zertifizierung erfordert. Die Nachrichten werden integritätsgesichert und verschlüsselt übertragen, was Manipulationen verhindert. Zudem ermöglicht die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eine zusätzliche Sicherheitsebene, sodass nur die kommunizierenden Parteien Zugriff auf die Inhalte haben.

Das De-Mail-Gesetz wurde 2012 eingeführt, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für den sicheren, vertraulichen und nachweisbaren Versand von elektronischen Nachrichten zu schaffen. Es definiert die Anforderungen an De-Mail-Dienste und deren Anbieter, um eine rechtssichere Kommunikation im Internet zu gewährleisten, die mit der Sicherheit eines Einschreibens vergleichbar ist.

De-Mail wurde 2012 mit der Einführung des De-Mail-Gesetzes ins Leben gerufen. Seitdem hat sich der Dienst weiterentwickelt, um den Anforderungen an sichere Kommunikation im Internet gerecht zu werden. Die ersten akkreditierten Anbieter traten ebenfalls 2012 auf, was den offiziellen Start des De-Mail-Dienstes markierte.

Für De-Mail gelten technische Standards, die auf der ISO 27001-Zertifizierung basieren, ergänzt durch spezifische Anforderungen des IT-Grundschutzes und der De-Mail-Ergänzungen (TR 01201). Diese Standards gewährleisten die Sicherheit und Vertraulichkeit der Kommunikation und sind Voraussetzung für die Akkreditierung der Anbieter.

In der Praxis wird De-Mail vor allem für den verbindlichen Versand von Dokumenten genutzt, beispielsweise für die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden oder zwischen Unternehmen. Die Nutzer schätzen die Kombination aus der Schnelligkeit von E-Mails und der rechtlichen Verbindlichkeit, die De-Mail bietet. Dies macht den Dienst besonders attraktiv für sensitive Informationen.

Ja, es gibt Alternativen zu De-Mail, insbesondere herkömmliche E-Mail-Dienste, die jedoch nicht die gleichen Sicherheits- und Vertraulichkeitsstandards bieten. Zudem gibt es andere sichere Kommunikationsdienste, die ähnliche Funktionen wie De-Mail anbieten, jedoch möglicherweise nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen eines De-Mail-Dienstes erfüllen.

De-Mail ist für Privatpersonen geeignet, insbesondere wenn diese Wert auf die Sicherheit und Vertraulichkeit ihrer Kommunikation legen. Der Dienst bietet eine rechtssichere Möglichkeit, elektronische Dokumente zu versenden, was für viele persönliche und geschäftliche Angelegenheiten von Bedeutung ist. Dennoch ist De-Mail im Vergleich zu herkömmlichen E-Mail-Diensten weniger verbreitet.

Unternehmen nutzen De-Mail, um sicher und nachweisbar mit Kunden, Partnern und Behörden zu kommunizieren. Der Dienst ermöglicht den verbindlichen Versand von Dokumenten, was für rechtliche Angelegenheiten und vertrauliche Informationen von großer Bedeutung ist. Die Nutzung von De-Mail kann zudem die Effizienz im Dokumentenversand erhöhen.

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