Coinhive – Definition und Bedeutung

Was ist Coinhive? Coinhive war ein Krypto-Mining-Dienst, der 2017 gegründet wurde und JavaScript-basierte Software nutzte, um die CPU-Rechenleistung von Webseitenbesuchern zum …

Key Facts

KategorieKrypto-Mining
Erstveröffentlichung/UrsprungSeptember 2017
Typische VerwendungMining von Monero über Webseitenbesucher
Verwandte BegriffeCryptojacking, Monero
SchwierigkeitsgradMittel
Lizenz/HerstellerAuthedMine GmbH

Ausführliche Erklärung

Einführung in Coinhive

Coinhive war ein Krypto-Mining-Dienst, der im September 2017 von der deutschen AuthedMine GmbH gegründet wurde und im März 2019 den Betrieb einstellte. Der Dienst zielte darauf ab, Webseitenbetreibern eine Möglichkeit zu bieten, durch das Mining von Kryptowährungen Einnahmen zu generieren, und stellte sich als Alternative zur traditionellen Bannerwerbung dar.

Die Funktionsweise von Coinhive basierte auf einer JavaScript-basierten Software, die in Webseiten integriert wurde. Diese Software nutzte die CPU-Rechenleistung der Besucher der Webseiten heimlich, um die Kryptowährung Monero zu schürfen. Während der Dienst von einigen als innovativ angesehen wurde, führte sein heimlicher Einsatz zu erheblichen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken.

Funktionsweise und Architektur

Coinhive arbeitete durch das Einfügen eines JavaScript-Codes in die Webseiten der Nutzer. Dieser Code aktivierte das Mining von Monero, sobald ein Besucher die Seite aufrief. Die CPU-Rechenleistung des Besuchers wurde verwendet, um komplexe mathematische Probleme zu lösen, die für das Mining der Kryptowährung erforderlich sind. Die erzielten Ergebnisse wurden dann an die Coinhive-Server gesendet, wo sie in Monero umgewandelt wurden.

Die Architektur von Coinhive beruhte auf einem Client-Server-Modell. Der Client war der JavaScript-Code, der in die Webseiten eingebettet wurde, während die Server für das Mining und die Auszahlung der Gewinne zuständig waren. Coinhive behielt offiziell 30 % der Mining-Erlöse als Provision ein. Bei gesperrten Accounts wegen Missbrauch, wie etwa Cryptojacking, wurden laut Berichten 100 % der geschürften Coins einbehalten.

Sicherheitsbedenken und Missbrauch

Coinhive wurde von mehreren Sicherheitsfirmen als top-malathische Bedrohung eingestuft. Die Software wurde häufig in Verbindung mit Malware eingesetzt, um unbemerkt Mining-Aktivitäten auf fremden Rechnern durchzuführen. Im Oktober 2018 berichtete Malwarebytes, dass Coinhive.com durchschnittlich 8 Millionen Mal täglich blockiert wurde, was auf den weit verbreiteten Missbrauch des Dienstes hinweist.

Die Verwendung von Coinhive führte zu einem Phänomen namens Cryptojacking, bei dem Angreifer den Mining-Code ohne Zustimmung der Nutzer in Webseiten einfügten. Dies führte zu einer signifikanten Belastung der CPUs der Besucher und verursachte dadurch sowohl Leistungseinbußen als auch erhöhte Stromkosten. Die negativen Berichterstattungen über Coinhive und die wachsende Besorgnis über Datenschutzfragen trugen zur Abkehr von diesem Modell bei.

Marktentwicklung und Schließung

Die Nutzung von Coinhive erreichte im August 2018 ihren Höhepunkt, als etwa 62 % aller Website-Miner auf Coinhive entfielen. Laut eigenen Angaben hatte Coinhive zu diesem Zeitpunkt rund 65.000 Nutzer, von denen etwa 8.000 aktiv waren. Diese Zahlen spiegeln die anfängliche Beliebtheit des Dienstes wider, jedoch war das Geschäftsmodell stark von den Marktbedingungen abhängig.

Im Laufe des Jahres 2018 fiel der Preis von Monero um 85 %, was sich negativ auf die Rentabilität des Dienstes auswirkte. Zudem führten Protokoll-Updates zu einer drastischen Reduzierung der Hashing-Leistung. Diese Entwicklungen trugen entscheidend zur Entscheidung bei, den Dienst am 8. März 2019 einzustellen. Der komplette Dienst, einschließlich der Website, wurde am 30. April 2019 offline genommen. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Nutzer noch Auszahlungen über das Dashboard anstoßen.

Abgrenzung zu anderen Modellen

Coinhive stellte eine interessante Abweichung von traditionellen Monetarisierungsmodellen dar, insbesondere im Vergleich zu Bannerwerbung. Während Bannerwerbung auf Klicks oder Impressionen angewiesen ist, bot Coinhive eine Möglichkeit, passive Einnahmen durch die Rechenleistung der Besucher zu generieren. Dennoch führte der heimliche Missbrauch des Mining-Dienstes zu einem signifikanten Verlust an Vertrauen und Akzeptanz.

Im Gegensatz zu anderen Krypto-Mining-Methoden, die oft transparente und zustimmungsbasierte Ansätze verwenden, war Coinhive aufgrund seines heimlichen Einsatzes und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken stark in der Kritik. Dies führte letztendlich zu seiner Schließung und zu einem Umdenken innerhalb der Branche hinsichtlich der ethischen Implikationen von Krypto-Mining-Diensten.

Typische Einsatzgebiete

  • Monero-Mining auf Webseiten

Vorteile

  • Bietet eine alternative Monetarisierung für Webseitenbetreiber

Nachteile

  • Heimlicher Missbrauch der Rechenleistung von Nutzern (Cryptojacking)

Praxisbeispiel

Ein Beispiel für die Nutzung von Coinhive wäre eine Webseite, die JavaScript einbindet, um die Rechenleistung der Besucher für das Mining von Monero zu verwenden.

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse in JavaScript
  • Verständnis von Krypto-Währungen

Typische Tools

  • JavaScript – zur Implementierung des Mining-Skripts

Häufige Fehler

  • Nicht transparente Kommunikation über die Nutzung der Rechenleistung

Best Practices

  • Nutzer über die Verwendung ihrer Rechenleistung informieren

Vergleich mit ähnlichen Technologien

TechnologieUnterschied
Coinhive vs. traditionelle BannerwerbungCoinhive nutzt Rechenleistung statt Werbeflächen zur Monetarisierung.

Lernpfad

  1. Verständnis von Krypto-Mining – Erlernen der Grundlagen des Krypto-Minings und der Funktionsweise von Mining-Diensten.
  2. Sicherheitsrisiken im Web – Erkennen und Bewerten von Sicherheitsrisiken, die durch Cryptojacking und ähnliche Bedrohungen entstehen.
  3. Alternative Monetarisierungsmodelle – Untersuchung von alternativen Monetarisierungsstrategien für Webseiten im Vergleich zu traditionellen Werbemethoden.

Zertifizierungen

  • Zertifikat für Cybersecurity (IHK)
  • Zertifikat für Blockchain-Technologien (Udacity)

Aktuelle Nachfrage am Arbeitsmarkt

Die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich Cybersecurity und Krypto-Technologien ist in den letzten Jahren gestiegen, da Unternehmen zunehmend auf Sicherheitslösungen angewiesen sind. Kenntnisse über Cryptojacking und die Risiken von Krypto-Mining-Diensten sind besonders gefragt, da Unternehmen ihre Webseiten vor solchen Bedrohungen schützen möchten.

Typische Berufe

  • Cybersecurity-Spezialist
  • Blockchain-Entwickler
  • IT-Sicherheitsberater

Gehaltsbereich

ca. 50.000 – 80.000 € brutto pro Jahr (Deutschland). Die Gehälter variieren je nach Erfahrung und Region.

Passende Jobs

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Häufig gestellte Fragen

Coinhive war ein Krypto-Mining-Dienst, der im September 2017 von der deutschen AuthedMine GmbH gegründet wurde. Der Dienst nutzte eine JavaScript-basierte Software, um die CPU-Rechenleistung von Webseitenbesuchern heimlich zum Abbau der Kryptowährung Monero zu verwenden. Coinhive stellte im März 2019 den Betrieb ein, nachdem der Monero-Preis stark gefallen war und Protokoll-Updates die Hashing-Leistung verringert hatten.

Coinhive funktionierte durch das Einbetten eines JavaScript-Codes in Webseiten, der die Rechenleistung der Besucher für das Mining von Monero nutzte. Wenn ein Nutzer die Webseite besuchte, wurde dessen CPU-Leistung verwendet, um Kryptowährung zu schürfen, ohne dass der Nutzer dies bemerkte. Coinhive behielt 30 % der Mining-Erlöse als Provision.

Coinhive wurde als Alternative zu herkömmlicher Bannerwerbung positioniert. Webseitenbetreiber konnten die Software nutzen, um Einnahmen durch das Mining von Monero zu generieren, anstatt Werbeanzeigen zu schalten. Dies sollte eine Möglichkeit bieten, monetäre Mittel zu gewinnen, ohne die Nutzererfahrung durch Werbung zu beeinträchtigen.

Die Hauptvorteile von Coinhive lagen in der Möglichkeit, Einnahmen zu generieren, ohne Werbung zu schalten, was die Nutzererfahrung verbessern konnte. Zudem bot es Webseitenbetreibern eine innovative Methode, um ihre Seiten zu monetarisieren, insbesondere in Zeiten, in denen traditionelle Werbemodelle möglicherweise weniger effektiv waren.

Zu den Nachteilen von Coinhive gehörten die heimliche Nutzung der CPU-Leistung der Besucher, was als Cryptojacking bezeichnet wird. Dies führte zu negativer Berichterstattung und einem Vertrauensverlust bei Nutzern. Zudem wurde der Dienst von Sicherheitsfirmen als Bedrohung eingestuft, was die Glaubwürdigkeit der Webseiten, die Coinhive verwendeten, beeinträchtigen konnte.

Cryptojacking bezeichnet den heimlichen Einsatz der Rechenleistung eines Computers oder mobilen Geräts zum Mining von Kryptowährungen, ohne dass der Benutzer darüber informiert ist. Coinhive wurde häufig mit Cryptojacking in Verbindung gebracht, da die Software ohne Zustimmung der Nutzer auf Webseiten eingebettet wurde, was zu einem erheblichen Missbrauch der CPU-Ressourcen führte.

Coinhive wurde im September 2017 von der deutschen AuthedMine GmbH gegründet. Der Dienst bot eine neuartige Methode zur Monetarisierung von Webseiten durch das Mining der Kryptowährung Monero, indem er die Rechenleistung der Besucher nutzte.

Coinhive stellte den Betrieb am 8. März 2019 ein. Die Entscheidung fiel aufgrund eines drastischen Preisverfalls von Monero um 85 % innerhalb eines Jahres sowie durch Protokoll-Updates, die die Hashing-Leistung der Software erheblich reduzierten.

Laut eigenen Angaben hatte Coinhive etwa 65.000 Nutzer, von denen rund 8.000 aktiv waren. Im August 2018 entfiel ein erheblicher Anteil von 62 % aller Website-Miner auf Coinhive, was die Verbreitung und Nutzung des Dienstes verdeutlicht.

Coinhive behielt offiziell 30 % der Mining-Erlöse als Provision. Bei gesperrten Accounts, die aufgrund von Missbrauch geschlossen wurden, wurden jedoch 100 % der geschürften Coins einbehalten, was zu weiteren Kontroversen über die Praktiken des Dienstes führte.

Coinhive wurde von mehreren Sicherheitsfirmen als top-malathische Bedrohung eingestuft. Im Oktober 2018 wurde die Website von Malwarebytes durchschnittlich 8 Millionen Mal täglich blockiert, was auf die weit verbreitete Nutzung und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken hinweist.

Die Coinhive-Website ging am 30. April 2019 vollständig offline. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten Nutzer noch Auszahlungen über das Dashboard anstoßen, bevor der komplette Dienst eingestellt wurde.

Nach der Einstellung des Dienstes im März 2019 und der anschließenden Schließung der Website im April 2019 gibt es keine aktuellen Informationen über Coinhive oder dessen Aktivitäten. Der Dienst ist seitdem nicht mehr aktiv und wird nicht mehr von Nutzern oder Webseitenbetreibern verwendet.

Ursprünglich positionierte sich Coinhive als Alternative zu Bannerwerbung. Der Dienst sollte Webseitenbetreibern eine Möglichkeit bieten, Einnahmen zu erzielen, ohne die Nutzererfahrung durch aufdringliche Werbung zu beeinträchtigen, was jedoch durch die heimliche Nutzung der CPU-Leistung der Besucher in Verruf geriet.

Bei gesperrten Accounts, die aufgrund von Missbrauch geschlossen wurden, behielt Coinhive 100 % der geschürften Coins ein. Dies führte zu weiteren Diskussionen über die Fairness und Transparenz der Praktiken des Dienstes.

Die Einstellung von Coinhive wurde durch mehrere Faktoren bedingt, darunter der drastische Preisverfall von Monero um 85 % innerhalb eines Jahres und Protokoll-Updates, die die Hashing-Leistung erheblich reduzierten. Diese Entwicklungen machten den Dienst für Betreiber unattraktiv.

Im August 2018 entfiel ein erheblicher Anteil von 62 % aller Website-Miner auf Coinhive. Dies zeigt, dass der Dienst in der Zeit seiner Aktivität weit verbreitet war und von einer Vielzahl von Webseitenbetreibern genutzt wurde.

Coinhive wurde eingestellt, weil der Preis von Monero innerhalb eines Jahres um 85 % gefallen war und Protokoll-Updates die Hashing-Leistung der Software drastisch reduzierten. Diese Faktoren führten dazu, dass der Dienst nicht mehr wirtschaftlich tragfähig war.

Die Reaktion der Nutzer auf Coinhive war gemischt. Während einige Webseitenbetreiber die Möglichkeit schätzten, Einnahmen zu generieren, gab es erhebliche Bedenken hinsichtlich der heimlichen Nutzung der CPU-Leistung, was zu einem Vertrauensverlust und negativer Berichterstattung führte.

Quellen

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